Was den Rest der ersten Lebenshälfte, also das jugendliche Alter, trübt, ja unglücklich macht, ist das Jagen nach Glück, in der festen Voraussetzung, es müsse im Leben anzutreffen sein. Daraus entspringt die fortwährend getäuschte Hoffnung und aus dieser die Unzufriedenheit. Gaukelnde Bilder eines geträumten, unbestimmten Glückes schweben, unter kapriziös gewählten Gestalten, uns vor, und wir suchen vergebens ihr Urbild. Hierzu trägt freilich noch bei, dass meistens uns das Leben früher durch die Dichtung als durch die Wirklichkeit bekannt wird. Die von jener geschilderten Szenen prangen, im Morgenrot unserer eigenen Jugend, vor unserm Blick und nun peinigt uns die Sehnsucht, sie verwirklicht zu sehen - den Regenbogen zu fassen. So entsteht die Täuschung. Denn was allen jenen Bildern ihren Reiz verleiht, ist gerade dies, dass sie bloße Bilder und nicht wirklich sind und wir daher, bei ihrem Anschauen, uns in der Ruhe und Allgenugsamkeit des reinen Erkennens befinden. Verwirklicht werden heißt mit dem Wollen ausgefüllt werden, welches Wollen unausweichbare Schmerzen herbeiführt.
Ist sonach der Charakter der ersten Lebenshälfte unbefriedigte Sehnsucht nach Glück, so ist der der zweiten Besorgnis vor Unglück. Denn mit ihr ist, mehr oder weniger deutlich, die Erkenntnis eingetreten, dass alles Glück chimärisch, hingegen das Leiden real sei.Arthur Schopenhauer
Dienstag, 16. November 2010
Sehnsucht nach Glück
Freitag, 17. September 2010
Beamtete Arxxxlochförderation Geistesgestörter (BAföG)
Von: rebse13th
An: e.rxxxxx
Thema: Erbschaftserklärung
Sehr geehrte Frau Rxxxxx,
hiermit übersende ich Ihnen ein formloses Schreiben zur völlig sinnlosen und überflüssigen Erklärung eines nicht vorhandenen Erbes, auf das sie nie Anspruch hatten.
Dieses bescheuerte Dokument dient Ihrer Tochter Rebxxxx Zxxxx als Opfergabe für das BAföG-Amt zur Huldigung der dort ansässigen Priester (Beamten), die allesamt überfordert und unterbezahlt sind. Bitte setzen Sie Ihre Unterschrift unter das Dokument - rechtsgültig wird es übrigens nur, wenn Sie mit Ihrem eigenen Blut unterschreiben.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Diese Nachricht wird sich in Kürze selbst zerstören.
Mit freundlichem Gruß
Rebxxxx Zxxxx (Beamtensklave, äh... BAföG-Geschädigte, ähm... Ausbildungsgeförderte der nächsten Generation...)
-----------------------------------
Von: e.rxxxxx
An: rebse13th
Thema: Erbschaftserklärung
Sehr geehrte Frau Zxxxx,
ich bestätige den Eingang Ihrer Nachricht und möchte Sie davon in Kenntnis setzen, dass das Beamtensklave, äh .... Doc. per Post auf dem Weg ist.
Leider war ich wegen zu dicken Blutes nicht dazu in der Lage, die Unterschrift mit meinem blauen Blut zu leisten, habe als Ersatz blaue Tinte benutzt.
Mit freundlichem Gruß
Exxx Rxxxxx
An: e.rxxxxx
Thema: Erbschaftserklärung
Sehr geehrte Frau Rxxxxx,
hiermit übersende ich Ihnen ein formloses Schreiben zur völlig sinnlosen und überflüssigen Erklärung eines nicht vorhandenen Erbes, auf das sie nie Anspruch hatten.
Dieses bescheuerte Dokument dient Ihrer Tochter Rebxxxx Zxxxx als Opfergabe für das BAföG-Amt zur Huldigung der dort ansässigen Priester (Beamten), die allesamt überfordert und unterbezahlt sind. Bitte setzen Sie Ihre Unterschrift unter das Dokument - rechtsgültig wird es übrigens nur, wenn Sie mit Ihrem eigenen Blut unterschreiben.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Diese Nachricht wird sich in Kürze selbst zerstören.
Mit freundlichem Gruß
Rebxxxx Zxxxx (Beamtensklave, äh... BAföG-Geschädigte, ähm... Ausbildungsgeförderte der nächsten Generation...)
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Von: e.rxxxxx
An: rebse13th
Thema: Erbschaftserklärung
Sehr geehrte Frau Zxxxx,
ich bestätige den Eingang Ihrer Nachricht und möchte Sie davon in Kenntnis setzen, dass das Beamtensklave, äh .... Doc. per Post auf dem Weg ist.
Leider war ich wegen zu dicken Blutes nicht dazu in der Lage, die Unterschrift mit meinem blauen Blut zu leisten, habe als Ersatz blaue Tinte benutzt.
Mit freundlichem Gruß
Exxx Rxxxxx
Montag, 23. August 2010
Bekenntnisse eines englischen Opium-Essers
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| Giovanni Battista Piranesi: Untitled etching (called "The Drawbridge"), plate VII (of 16) from the series The Imaginary Prisons (Le Carceri d'Invenzione), Rome, 1761 edition (reworked from 1745). |
![]() |
| Giovanni Battista Piranesi: The Smoking Fire, plate VI (of 16) from the series The Imaginary Prisons (Le Carceri d'Invenzione), Rome, 1761 edition (reworked from 1745) |
"Als ich mir vor vielen Jahren Piranesis ›Römische Antike‹ ansah, stand Coleridge dabei und beschrieb mir eine Reihe von Stichen dieses Künstlers, die seine Träume genannt wurden und die die Szenerie seiner Visionen während eines Fieberwahns wiedergaben. Einige von ihnen (ich beschreibe sie lediglich aus der Erinnerung an Coleridges Bericht) zeigten riesige gotische Hallen, auf deren Boden mächtige Maschinen und Geräte, Räder, Seile, Schleudern und so weiter standen, eine ungeheure Kraft ausdrückend, die sie freigesetzt, oder einen riesigen Widerstand, den sie überwunden haben. An der Seite der Mauern sah man eine Treppe sich hinauf winden, und diese Treppe schritt Piranesi persönlich empor. Folge der Treppe ein Stück weiter, und du bemerkst, daß sie ein plötzliches Ende erreicht, ohne irgendein Geländer, und keinen Schritt dem erlaubt, der das äußerste Ende erreichen sollte, es sei denn hinunter in die Tiefe. Was auch immer mit dem armen Piranesi werden sollte, zumindest war zu vermuten, daß seine Mühen in irgendeiner Weise zu Ende gehen würden. Doch erhebe deinen Blick und erblicke weiter oben noch eine Treppe, auf der wieder Piranesi zu sehen ist, der diesmal unmittelbar am Rande des Abgrundes steht. Erhebe abermals deinen Blick und entdecke eine noch luftigere Treppe, und wieder befindet sich dort der phantasierende Piranesi, mit seiner hochstrebenden Arbeit beschäftigt; und so geht es immer weiter, bis sich sowohl die unendlichen Treppen als auch der hoffnungslose Piranesi in der oberen Düsternis der Halle verlieren."
Piranesi und Thomas de Quincey
Mittwoch, 4. August 2010
Silent Hill 1
Silent Hill
Konsole: PS1
Genre: Survival Horror
Zum ersten Mal habe ich das Spiel vermutlich ungefähr im Jahr 2002 gespielt.
Die Idee der Stadt Silent Hill basiert auf ähnlichen Geisterstädten, die beispielsweise durch Kohlebrände ausgelöscht wurden und heute nicht mehr betretbar sind, wie die real existierende Stadt Centralia.
Die Gegend um Centralia wurde größtenteils für die Kohleförderung im Bergbau genutzt. Die Grabungsgänge verteilten sich weit unter der gesamten Stadt. Irgendwann brach durch ein Unglück ein unterirdisches Feuer in der Stadt aus, das viele Menschenleben forderte und die Bewohner dazu zwang, die Stadt zu verlassen. Auch heute noch steigen giftige Dämpfe an die Oberfläche, die für den Menschen schädlich sind und auch im Zuge dessen zu Halluzinationen führen können. Der Kohlespeicher reicht jedoch dazu aus, dass das Feuer noch etliche Jahrzehnte weiterbrennen kann.
Das ist also das Vorbild für Silent Hill. Im ersten Teil des Spieles wird der Brand nur am Rande erwähnt. Vor sieben Jahren soll sich dort ein Feuer ereignet haben, doch was danach geschah, bleibt ungewiss. Man spielt den Familienvater Harry Mason, der mit seiner Tochter nach Silent Hill in den Urlaub fahren möchte. Harrys Frau ist schon vor einigen Jahren an einer Krankheit gestorben. Doch noch bevor Harry mit seinem Wagen den Stadtrand erreicht, sieht er im Straßengraben ein Polizeimotorrad verunglückt. Einen Augenblick später läuft ein junges Mädchen vor ihm über die Straße, er verliert die Kontrolle über den Wagen und dann das Bewusstsein.
Als er wieder erwacht, ist er mit dem Auto ebenfalls verunglückt. Doch noch schlimmer ist das Verschwinden seiner Tochter. Er beginnt mit der Suche nach ihr in der scheinbar verlassenen Stadt Silent Hill. Untypisch für die Jahreszeit ist der dichte Nebel und der Schnee, der immer wieder zur Erde fällt. Harry trifft auf die Polizistin, der das Motorrad gehört. Sie will Hilfe anfordern, doch die gesamte Stadt scheint von der Außenwelt abgeschnitten. Straßen sind blockiert oder verlieren sich in Abgründen. Niemand kann die Stadt verlassen. Nach und nach findet Harry heraus, dass seine Tochter die Wiedergeburt von Alessa ist, einem Mädchen, dass in Silent Hill aufwuchs und von ihrer Mutter, Anhängerin einer fanatischen Sekte, für Experimente missbraucht wurde. Die kleine Alessa sollte Gott gebären und damit die Stadt vor der eindringenden Dunkelheit bewahren. Dabei merkte niemand, dass gerade dieses Tun das Verderben über Silent Hill brachte.
Mit der Dunkelheit ist die Welt gemeint, in die sich Silent Hill immer wieder verwandelt. Eine düstere Welt aus fabrikähnlichen Gerüsten, Blut, Monstern... ein Wirklichkeit gewordener Alptraum. Um dieser Dunkelheit zu entkommen, muss Alessa vernichtet werden. Das bedeutet für Harry, dass er gegen seine eigene Tochter kämpfen muss.
Doch nach diesem Showdown besteht die letzte Sequenz nur daraus, dass man Harry bewusstlos mit blutendem Kopf in seinem Wagen sieht, scheinbar tot.
Silent Hill spielt oft mit Traum und Realität. Man weiß nicht, was Wirklichkeit ist. Stellt die alternative Welt das Jenseits dar und alle Menschen, die man trifft, haben nur noch nicht erkannt, dass sie eigentlich längst gestorben sind? Oder ist die andere Welt ein Sinnbild für die eigene Psyche, die eigene Wahrnehmung der Außenwelt mit all ihrer Grausamkeit? Sind die Protagonisten in Silent Hill alle verrückt? Oder ist die Dunkelheit tatsächlich die Hölle, welche durch die abwegigen Rituale hervorgerufen wurde?
Das alles bietet im Spiel viele Interpretationsmöglichkeiten.
Für die Atmosphäre sind größtenteils nicht nur die Bilder verantwortlich, sondern in erster Linie die Musik und die Geräusche. Darum bin ich auch ein ziemlich großer Fan von Akira Yamaoka, der für alle Teile des Spieles und für den Film die Musik kreierte.
Ich kannte Silent Hill 1 ja schon seit längerem. Als ich es vor einem Jahr jedoch noch einmal mehrfach durchgespielt habe, musste ich feststellen, wie toll dieses Spiel wirklich ist. Ich hatte einiges vergessen und habe mich trotz langer Horrorspielerfahrung an einigen Stellen ziemlich erschreckt. Noch immer.
Es gibt einige, die meinen, die Grafik wäre mittlerweile mies und dass man das Spiel so gar nicht mehr spielen könnte. Aber das sehe ich keineswegs so. Noch immer finde ich die Grafik hervorragend, im Sinne dessen, was man zur damaligen Zeit herausholen konnte. Es gibt einige Spiele, die jetzt erscheinen und die grafisch echt super aussehen... dennoch kommen viele nicht an SH1 heran. Denn zu einer guten Grafik gehört nun einmal mehr. Man muss die Liebe zum Detail spüren. Besonders die außergewöhnliche Kameraführung ist beim ersten Teil von SH einfach am besten gelungen. Das kann man schwer beschreiben, aber ich glaube, dass ich gerade bei diesem Teil die Figur und die Kamera am besten im Griff habe. Es passt einfach super zusammen.
Auch die Ideen zur Veränderung der Welt sind im ersten Teil ziemlich gut. Beispielsweise geschieht das erste Überschreiten dadurch, dass man in der Schule, in der Harry nach seiner Tochter sucht, durch einen Glockenturm geht. Man steigt eine Leiter hinab und geht immer geradeaus. Und plötzlich steht man wieder außerhalb des gleichen Glockenturms auf dem Schulhof und alles ist verändert. Noch besser ist jedoch die Idee beim Krankenhaus. Man steigt im ersten Stock in den Fahrstuhl, fährt in die zweite Etage und muss feststellen, dass die Tür dort verschlossen ist. Darum fährt man in die dritte Etage, doch auch dort ist die Tür verschlossen. In dem Moment ist man erst einmal ratlos, weil es jetzt scheinbar kein Weiterkommen gibt. Doch als man zurück in den Fahrstuhl steigt, gibt es dort plötzlich einen Knopf für die vierte Etage. Das Krankenhaus hat allerdings nur drei Etagen. Fährt man nun in dieses Stockwerk, beginnt sich das Krankenhaus zu verändern.
Das alles wirkt sicher nicht so gut, wenn man es nicht selbst spielt und erlebt... wie auch immer.
Die traurigste Stelle ist meiner Meinung nach die Geschichte um Lisa Garland. Im Spiel trifft Harry auf die Krankenschwester Lisa. Sie taucht nur in der veränderten Welt von Silent Hill im Krankenhaus auf und kann dieses auch nicht verlassen. Sie meint, sie wäre in Ohnmacht gefallen und kann sich an nichts mehr erinnern. Harry findet im Untergeschoss des Krankenhauses seltsame und furchteinflößende Räume. Und in einem davon wurde Alessa festgehalten. Man erfährt ein paar Sachen zu einem Brand, in dem das Mädchen eigentlich hätte sterben müssen. Ihr gesamter Körper war verkohlt.
Der Realfilm zu Silent Hill gibt Aufschluss darauf, dass Alessa einerseits Gott gebären sollte, andererseits jedoch als vom Teufel besessen betrachtet wird. Im Film soll sie deshalb im Feuer gereinigt werden. Das Mädchen starb nicht und blieb die gesamte Zeit im Krankenhaus, leidend unter ihren Verbrennungen. In dieser Zeit hat sich ihr Hass immer weiter ausgebreitet. Dadurch geschah das gesamte Unglück in Silent Hill, zumindest nach dieser Interpretation.
Im Spiel (und zum Teil wurde das im Film übernommen) ist Lisa die Krankenschwester von Alessa. Deshalb kann sie sich auch dunkel an die unterirdischen Räume erinnern. Man findet im Laufe des Spieles ein Video, das Lisa zeigt, die verzweifelt über das noch lebende, verbrannte Mädchen spricht. Sie versteht nicht, was dieses Kind am Leben hält. Und sie will auch nicht weiter mit ihrer Pflege betraut werden. Lisa beginnt seltsame Dinge zu sehen, Eiter und Blut laufen aus den Wasserhähnen... und dann kommt sie zu der Erkenntnis, dass sie selbst eines der Monster ist, eine von den verwandelten Krankenschwestern, die Harry immer wieder angreifen. Damals wie heute denke ich, dass das die traurigste Stelle im Spiel ist.
Beim ersten Durchspielen habe ich, wie bereits beschrieben, das schlechteste Ende freigespielt, bei dem Harry tot in seinem Wagen liegt und die ganze Geschichte nicht real war. Es gibt aber für den ersten Teil, wenn ich richtig liege, fünf verschiedene Endings. Die Polizistin Cybil beispielsweise greift Harry gegen Ende des Spieles an, weil sie scheinbar besessen ist. Man kann sie entweder töten oder durch eine rote Flüssigkeit, die man im Krankenhaus findet, wieder normal werden lassen. Überlebt sie das Spiel, kann man die zwei anderen Enden freischalten. Das ist dann abhängig von Kaufmann. Im Spiel trifft Harry, wenn er zum ersten Mal das Krankenhaus betrittt, auf Dr. Kaufmann. Dieser arbeitet im Krankenhaus. Später kann man ihn in einem Extrakapitel noch einmal treffen und vor einem Monster retten, damit er ebenfalls überlebt. Nach und nach findet man in diesem Fall heraus, dass Kaufmann scheinbar mit Drogendelikten zu tun hat und einige Menschen in Silent Hill dafür draufgegangen sind. Wenn man Kaufmann rettet, wird der Endkampf schwerer, weil er Alessa, also die ursprüngliche Gestalt von Harrys Tochter, mit der gleichen Flüssigkeit bewirft, mit der man selbst Cybil wieder zurückgebracht hat. Dadurch löst sich der Dämon von Alessa, gegen den Harry dann natürlich kämpfen darf. Wenn er nur gegen die besessene Alessa kämpft, dann ist der Kampf wesentlich einfacher.
Egal, ob Cybil lebt oder nicht, auf diese Weise ist Alessa vom Dämon befreit und erschafft wiederum eine Wiedergeburt von sich selbst. Dieses Kind nimmt Harry anstatt seiner Tochter Cheryl auf, welche nun für immer verloren ist. Harry flieht in den beiden guten Enden also mit oder ohne Cybil und mit dem kleinen Baby. Im dritten Teil von Silent Hill, der sich an den ersten anschließt, erfährt man dann, dass dieses Kind Heather heißt, aber dazu schreibe ich später mehr.
Rettet man Cybil, dann erzählt Harry eine Geschichte, die man ansonsten nicht weiß. Nämlich, dass seine siebenjährige Tochter Cheryl nicht das Kind von ihm und seiner vor vier Jahren verstorbenen Frau ist. Sie haben vor sieben Jahren das Kind am Straßenrand gefunden und aufgenommen. Da wird Harry dann auch klar, dass es offensichtlich die Wiedergeburt Alessas war. Diese Vorgeschichte sieht man übrigens bei Silent Hill Origins, wozu ich auch bald noch etwas schreiben werde. Dabei wird klar, dass Harry nicht einfach am Straßenrand ein Kind gefunden hat, sondern dass Travis es ihm gab.
Ob man Cybil tötet oder nicht, das Ende für Kaufmann bleibt das Gleiche... Er scheint eine Liebschaft mit der Krankenschwester Lisa zu haben. Da Lisa sowieso verloren ist, holt sie dann in einer lustigen Szene Kaufmann ebenfalls zu sich.
Dienstag, 29. Juni 2010
Neulich bei einer Familienfeier ...
Onkel: "Und, was macht die Uni so?"
Ich: "Steht noch."
Onkel: "Hast du viel zu tun?"
Ich: "Geht so." (denkt: Das interessiert dich doch sowieso nicht.)
Onkel: "Warum kommst du uns nicht mal öfter besuchen? Was machst du denn die ganze Zeit?"
Ich: "Nun, in diesem Semester muss ich eine Hausarbeit über Technikanthropologie schreiben, bald halte ich ein Referat über Säkularisierungstheorien und diese Woche muss ich noch ein Essay über die Frage abgeben, ob Perzeptionen nur respräsentativ sind oder auch einen propositionalen Gehalt besitzen."
Onkel: "..."
Ich: "Steht noch."
Onkel: "Hast du viel zu tun?"
Ich: "Geht so." (denkt: Das interessiert dich doch sowieso nicht.)
Onkel: "Warum kommst du uns nicht mal öfter besuchen? Was machst du denn die ganze Zeit?"
Ich: "Nun, in diesem Semester muss ich eine Hausarbeit über Technikanthropologie schreiben, bald halte ich ein Referat über Säkularisierungstheorien und diese Woche muss ich noch ein Essay über die Frage abgeben, ob Perzeptionen nur respräsentativ sind oder auch einen propositionalen Gehalt besitzen."
Onkel: "..."
Dienstag, 15. Juni 2010
Neulich im Seminar ...
Student A: "Warum reden wir die ganze Zeit von Sekten? Ich finde,
der Begriff ist hier völlig falsch, wenn wir vom Christentum in der
Neuen Welt sprechen. Es geht hier doch um protestantische Gruppen.
Dagegen denke ich bei Sekten eher an Scientology."
Student B: "Und was ist mit den Zeugen Jehovas? Die bezeichnen wir ohne Zögern als Sekte, obwohl das genauso Christen sind. Im Grunde bestimmt nur die Größe und Macht der Gruppierung darüber, wann wir etwas als Kirche bezeichnen. Weil die Zeugen vergleichsweise wenige Mitglieder haben, sind sie eben eine Sekte."
Student A: "Nein, die werden doch Sekte genannt, weil sie Kontrolle und Druck auf ihre Mitglieder ausüben und kleine Kinder vergewaltigen."
Dozent: "Ich dachte, das wären die Katholiken."
Student B: "Und was ist mit den Zeugen Jehovas? Die bezeichnen wir ohne Zögern als Sekte, obwohl das genauso Christen sind. Im Grunde bestimmt nur die Größe und Macht der Gruppierung darüber, wann wir etwas als Kirche bezeichnen. Weil die Zeugen vergleichsweise wenige Mitglieder haben, sind sie eben eine Sekte."
Student A: "Nein, die werden doch Sekte genannt, weil sie Kontrolle und Druck auf ihre Mitglieder ausüben und kleine Kinder vergewaltigen."
Dozent: "Ich dachte, das wären die Katholiken."
Dienstag, 25. Mai 2010
Ins Kristall bald dein Fall
Wohl darf ich geradezu dich selbst, günstiger Leser, fragen, ob du in deinem Leben nicht Stunden, ja Tage und Wochen hattest, in denen dir all dein gewöhnliches Tun und Treiben ein recht quälendes Missbehagen erregte, und in denen dir alles, was dir sonst recht wichtig und wert, in Sinn und Gedanken zu fragen, vorkam, nun läppisch und nichtswürdig erschien? Du wusstest dann selbst nicht, was du tun und wohin du dich wenden solltest; ein dunkles Gefühl, es müsse irgendwo und zu irgendeiner Zeit ein hoher, den Kreis alles irdischen Genusses überschreitender Wunsch erfüllt werden, den der Geist wie ein strenggehaltenes furchtsames Kind gar nicht auszusprechen wage, erhob deine Brust, und in dieser Sehnsucht nach dem unbekannten Etwas, das dich überall, wo du gingst und standest, wie ein duftiger Traum mit durchsichtigen, vor dem schärferen Blick verfließenden Gestalten umschwebte, verstummetest du für alles, was dich hier umgab. Du schlichst mit trübem Blick umher wie ein hoffnungslos Liebender, und alles, was du die Menschen auf allerlei Weise im bunten Gewühl durcheinander treiben sahst, erregte dir keinen Schmerz und keine Freude, als gehörtest du nicht mehr dieser Welt an.Der goldene Topf von E. T. A. Hoffmann
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